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Kapstadt, den 15.03.2013                                                                                                       UCA 1/2013


Jesus Christus hat alles neu gemacht. Seine Geburt wurde selbst zum Mass der Zeit. Jeder Atheist muss ihn bekunden, wenn er die Geschichte in vor Christus und nach Christus einteilt.   So wie Christus “alles neu” machte, taten es auch seine Anhänger. Durch seine Liebe waltete ein neuer Geist, und aus Liebe zu ihm entstand eine neue Ethik. Frieden, Gesundheit, Wohlfahrt, Wissen, Kunst usw. blühten auf. Christen stifteten Kirchen, Krankenhäuser, Heime, Schulen, Universitäten und hohe Kultur. Sie verfochten Freiheiten, förderten die Wirtschaft, verboten die Sklaverei und verbesserten die Welt. Sie schützten das Gute und straften das Böse, “damit wir in Ruhe und Frieden leben können, in Ehrfurcht vor Gott und in Rechtschaffenheit.” (1 Tim. 2,2) Besonders in Afrika brachten sie Frieden und besiegten Not und Tod. Sie zivilisierten die Völker und gaben ihnen Schriftsprachen. Ja, sie befreiten sie aus Furcht vor dämonischen Mächten und brachten sie in die Freiheit des Gottes, der “die Menschen so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben.” (Joh. 3,16)

Christliche Feiertage

Heute jedoch wird alles Christliche angegriffen und ein ständiger Krieg gegen Gott geführt. Es ist der ultimative “Befreiungskampf”, der sich gegen alles richtet, was wir dem Evangelium verdanken. Sogar im einst christlichen Südafrika vermeiden es die Medien, die Worte Karfreitag, Ostern, Pfingsten und Weihnachten zu verwenden. Jüngst versuchte die südafrikanische Obrigkeit erneut, christliche Feiertage, besonders Karfreitag und Weihnachten, aus dem Kalender zu streichen. Doch die Christen wehrten sich heftig. Sie protestierten bei öffentlichen Anhörungen und überreichten schliesslich (am 10.11.2012) der Innenministerin Naledi Pandor ein Memorandum, in dem stand: “Nach Angaben des Südafrikanischen Statistischen Amts besteht die SA Bevölkerung zu 79,5% aus Christen.” Weihnachten und Karfreitag müssen als Nationalfeiertage erhalten bleiben. 1) “Es ist ein wahres Wort: Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um die Sünder zu retten.” (1. Timotheus 1,15) 1)

Christentum in Afrika

Während sich Schwarzafrika zunehmend zu Jesus wendet, findet in Südafrika das Gegenteil statt. Regierung, Bildung, Wirtschaft und Medien wetteifern, um alles säkular zu machen. Begeistet vom Sozialismus wollen sie globales Denken fördern. (Befreiungs)Theologen behaupten fälschlich, die biblischen Lehren hätten zu Unterdrückung geführt und müssten mit neuen (marxistischen) ersetzt werden. Auch die Obrigkeit meint, das reformierte Christentum habe Rassismus und Apartheid verursacht und sei deshalb nicht mehr erwünscht. Statt nach Erneuerung des Herzens trachten sie nach “Transformation” der Gesellschaft. So neigt sich die Kirche dem Sozialismus zu und versäumt, echte religiöse Anliegen energisch anzusprechen. Sie hatte z.B. wenig zu sagen, als die gotteslästerliche Sängerin “Lady Gaga” kurz vor Weihnachten in Südafrika auftrat. Auch im Januar 2012 war sie weitgehend still geblieben, als der ANC im Rahmen seiner Hundertjahrfeier ganz Südafrika dem Schutz der Ahnengeister befahl. Hätten nicht die Africa Christian Action, Christen für die Wahrheit, das Family Policy Institute, die Afrikanische Christlich-Demokratische Partei und andere Aktivisten protestiert und evangelisiert, wer wäre für Christus in die Bresche getreten?


“Ich bin die Wahrheit,” sagt Jesus (Johannes 14,6). “Wer sich an meine Lehre hält, ist mein Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit kennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.” (Johannes 8,31)


Es ist bewundernswert, wie tapfer die para-kirchlichen Organisationen das Christentum verteidigen und die Gottlosigkeit bekämpfen. Unermüdlich lehren sie die biblische Weltanschauung, denn die Feinde der Zivilisation sind emsig am Werk. Zum Beispiel will die Fernsehgesellschaft Top TV zum soundsovielsten Male mehrere pornografische Sender aufmachen. Doch die Christen haben dieses bisher verhindert. Sie bekämpfen auch Prostitution und Menschenhandel und setzen Abtreibungskliniken unter Druck. Filme, Publikationen und Gesetzesreformen sind ständig unter der Lupe. Taryn Hodgson, die Leiterin der Africa Christian Action, dankt allen aktiven Gemeinden, Gruppen und Einzelchristen für ihre Gebete und Hilfe: “Möge Gottes Name durch diese Arbeit verherrlicht werden und alle Christen anregen, Südafrika wieder zugunsten des ungeborenen Lebens, der Familie und der Moral aufzubauen.” - Dann fügt sie hinzu: “Eure guten Taten macht er (der Herr) sichtbar wie das Licht des Tages, und eure Treue lässt er strahlen wie die Mittagssonne. Menschen, die sich Gott widersetzen, rottet er aus; doch alle, die auf ihn hoffen, werden das Land besitzen.” (Psalm 37, 5-6, 9)

“Lasst die Kinder zu mir kommen.”

Infolge der Säkularisierung gibt es in Südafrika bereits “Problemschulen”, in denen ein Polizist stationiert sein muss. Die Kinder kommen oft aus gewalttätigen, zerbrochenen Familien. Viele Christen kümmern sich daher besonders um schwarze Kinder, wie zB die Christen für die Wahrheit (Christians for Truth), die ihnen mit Veranstaltungen und Freizeiten die Liebe Jesu nahebringen und allem Bösen Widerstand bieten. Denn “Ihr seid das Salz für die Welt. Wenn aber das Salz seine Kraft verliert, wodurch kann es sie wiederbekommen? … Ihr seid das Licht für die Welt… So muss auch euer Licht vor den Menschen leuchten.” (Matthäus 5,13-16)

Reformation 500

Unsere Zeit kann fast mit der Zeit Martin Luthers verglichen werden, der am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg nagelte. Diese tapfere Tat löste ein grosses Verlangen nach Wahrheit aus. Die Bibel wurde neu entdeckt, übersetzt und gelesen, und die Liebe zu Jesus Christus neu entfacht. “Christus allein, sagte Luther, die Schrift allein, die Gnade allein, und der Glaube allein können zum ewigen Heil führen. Kein Geld, keine Busse und keine guten Werke bringen uns in den Himmel.


Im Jahre 2017 soll das 500. Jubiläum dieses Thesenanschlags gefeiert werden, und viele Christen hoffen, dass der Herr auch heute sein Volk wieder aufrichtet. Die bekannte amerikanische biblisch-konservative Organisation Coalition on Revival hat für die nächsten fünf Jahre ein Programm angekündigt, das sich FIRE nennt (Fellowship for International Reformation and Evangelism). Diese und andere internationale Organisationen wollen die Kirchen ermutigen, sich auf Christus und sein Wort neu zu besinnen und mit Gebet und Tat nach Reformation zu streben. Dr Peter Hammond leitet das südafrikanische Programm und schreibt: “Erst sollen DV bis 2017 die Kirchen reformiert werden; dann parallel dazu (über sieben Jahre hin) die Gemeinden, was mit dem 500. Jubiläum des Beginns der schweizer Reformation durch Ulrich Zwingli (1519) enden soll. Neben diesen beiden Bewegungen sollen dann in den nächsten neun Jahren auch unsere Nationen reformiert werden. Das 500. Jubiläum von Dr Martin Luthers tapferem Stand vor dem Kaiser in Worms, am 18. April 1521, soll dann den Höhepunkt darstellen. “Mein Gewissen ist durch das Wort Gottes gebunden. Hier stehe ich. Ich kann nicht anders!”

Wenn Jesus nie geboren wäre?

“Man stelle sich vor, Jesus sei nicht gekommen,” hat jemand einmal gesagt, “dass es keine Stallgeburt, keinen Stern im Osten, keinen Engelgesang, keine frommen Hirten, keine Seligpreisungen, kein versöhnendes Kreuz, kein Heil, kein leeres Grab, keinen kraftspendenden Geist, keine liebende Gemeinde gegeben hätte. Wie können wir uns die Welt vorstellen ohne die vier Evangelien, die Episteln, die Sündenvergebung, die Verheissung eines Reichgottes-Triumphs? Wenn Jesus nicht gekommen wäre, hätten wir wenig über Gott gewusst… Denn ist es nicht Jesus, der alles mit Liebe und Sinn erfüllt? Wenn Jesus nicht gekommen wäre! Wer kann sich den Abgrund vorstellen? - Die Geschichte ohne ihre hehrste Person, die Literatur ohne ihre erhabensten Worte, die Musik ohne ihre reichsten Kompositionen, die Philosophie ohne ihre klarsten Einsichten, die Theologie ohne ihre Christologie. Der Dienst an Anderen hätte weder Vorbild noch Motivierung, die Sünde kennte keinen Sieger, die Welt wäre ohne Heiland, der Tod ohne Vernichter, der Himmel ohne Verheissung und Vorfreude.  


Ja, was wäre, wenn Jesus nie geboren wäre, und was wäre, wenn wir ihn nicht gekannt hätten? Obwohl wir auch in unserer Generation in einer Christus-feindlichen Welt leben, brauchen wir nicht zu verzagen, sondern uns auf Gott verlassen. Unser Herr macht immer wieder “alles neu.”

                                                                                                                        Dorothea Scarborough.

Anmerkungen:

1.       Dieser Protest fand unter Leitung des Pastors Kenneth Meshoe, des Führers der Afrikanischen Christlich-Demokratischen Partei, statt.



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