UCA Juli 2012

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Kapstadt, den 1.7.2012                                                                                                                             UCA 3/2012

Wegen der Farm-Morde und anderer Bedrohungen haben die südafrikanischen Boer-Afrikaner 1) einen Volksrat gewählt, um ihre Interessen national und international zu vertreten. Sie haben beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, Holland, eine Genozid-Klage gegen die Südafrikanische Regierung und den Afrikanischen Nationalkongress erhoben. Denn seit der Machtübernahme des ANC 1994 sind etwa dreitausend Farmer ermordet und mehr als 20.000 Weisse getötet worden. Um dieser Opfer zu gedenken hat man an der Ysterkoppie, einem Hang bei Potgietersrus und Pietersburg, tausende weisse Kreuze aufgestellt. Sie zeigen, dass die Farmer Südafrikas die gefährdetse Berufsgruppe der Welt sind.

Volksmord-Klage beim Internationalen Strafgerichtshof

In der Präambel dieses Dokuments heisst es, dass Angehörige des Klägervolks (die Boer-Afrikaner) körperlichen und seelischen Umständen ausgesetzt sind, wo sie zu tausenden angegriffen, vergewaltigt, verstümmelt und ermordet werden. Hunderttausende Überlebende haben die Republik Südafrika, das Land ihrer Geburt, verlassen… Das Afrikanervolk verliert damit zunehmend die Chance, eine erkennbar eigene ethnische Einheit zu bleiben. 2)


Die Angriffe auf Farmen, so heisst es, zeugen von “einem gewissen Plan, einer Organisation und Gleichförmigkeit,” die eine Mitschuld der RSA Regierung und des ANC erkennen lassen. - “Deshalb beschuldigen wir den Angeklagten Nr 1 (die Regierung von Südafrika) und den Angeklagten Nr 2 (den ANC) zusammen und einzeln des Völkermords, und bitten, dass besagte Klage zum Zweck der Verfolgung dringend untersucht wird.”

Kampf gegen den Kalvinismus

Es ist interessant, dass eine so kleine ethnische Gruppe wie die Afrikaner, die nur 1,8 Millionen zählen und von denen 800.000 wegen Bevorzugung schwarzer Arbeitskräfte bereits verarmt sind, auf so böse Weise verfolgt wird. Dieses bislang gottesfürchtige Volk von meist holländischer, deutscher und französischer Abstammung hat mehr dazu beigetragen, Südafrika von einer unfruchtbaren Wildnis zu einem blühenden Land zu entwickeln als jede andere Volksgruppe. Es hat den Eingeborenen das Evangelium gebracht und die reformierte christliche Ethik im Privat- und öffentlichen Leben eingeführt. Es hat kriegerischen Stämmen Frieden und Wohlstand beschert und Südafrika zum führenden Land in Afrika gemacht. Denn die Boer-Afrikaner meinen, “Gerechtigkeit erhöhet ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben.” (Sprüche 14:34)


Diese religiöse Orientierung war jedoch dem ANC von Anfang an ein Stein des Anstosses. Sein “Befreiungskampf” war im wesentlichen ein religiöser, der sich (bis heute) gegen den Kalvinismus richtet. Angeführt von marxistischen Klerikern und unterstützt von der Weltkirche (ÖRK, LWB, RWB usw) 3) richtete sich seine “Revolution” in erster Linie gegen die Ordnung Gottes. Mithilfe des marxistischen Kairos Dokuments wurden die Boer-Afrikaner als Ketzer, Teufelsanbeter und Gotteslästerer verleumdet. Die Revolutionäre forderten, dass die weisse Regierung und alle bereits gewachsenen schwarz-afrikanischen Regierungsstrukturen mit Gewalt gestürzt würden. Sie hassten besonders die Staatsgrundlage, die von den Boer-Afrikanern erstellte südafrikanische Verfassung, die mit den Worten begann: “In demütigem Gehorsam vor dem allmächtigen Gott, der die Geschicke der Länder und die Geschichte der Völker bestimmt… erklären wir, dass wir uns unserer Verantwortung vor Gott und den Menschen bewusst sind… christliche Werte und zivilisierte Normen aufrecht zu erhalten…” Die heutige SA-Verfassung enthält keinen solchen Gottesbezug, und die jetzigen Regierenden erkennen keine Verantwortung vor Gott an.

Grausamkeit und Marter

Seit der ANC 1994 zu Macht und Reichtum kam, ist eine ganz neue Generation herangewachsen. Dennoch beneidet und beschuldigt er eine winzige gottesfürchtige Volksgruppe und droht ihr mit Gesängen wie “tötet den Buren, tötet den Farmer.” ANC Mitglieder behaupten fälschlich, dass die Weissen ihr Land ‘gestohlen’ hätten. Sie vergessen dabei, dass es vor 360 Jahren, als die ersten Europäer ans Kap kamen, in grossen Teilen Südafrikas gar keine schwarzen Einwohner gab, und dass sich die heutigen Schwarzen erst durch migratorische Landnahme überall angesiedelt haben. Aber von ANC Führern ermutigt, greifen jetzt junge schwarze Kriminelle einsame Gehöfte an und martern selbst Frauen und Kinder auf übelste Art. In den Akten, die dem Internationalen Strafgerichtshof überreicht wurden, ist aufgezeichnet, wie die Opfer vergewaltigt, erschossen, enthauptet und verstümmelt, erstochen, erhängt und aufgespiesst werden. Adriana Stuijt, Eine holländische Forscherin, setzt die Gesamt-Mordzahl auf 3805.



Nun könnte man fragen: Aber sorgen die Farmer nicht für Brot im Land? Wollen 50 Millionen Menschen etwa nicht essen? Warum tötet man die, die Nahrungsmittel produzieren? - Nur Kommunisten tun so etwas. Robert Mugabe, Präsident von Zimbabwe, führte zum Beispiel eine ‘Landreform’ durch, die eine grosse Hungersnot verursachte. Er sagte: “Farmer sind Feinde des Staates! Die Revolution ist noch nicht beendet. Farmer, die sich widersetzen, werden getötet.” Im Jahre 2000 produzierten zimbabwische Farmer 2 Millionen Tonnen Mais. 2011 produzierten sie nur noch 900 tausend Tonnen. Im Jahre 2000 erntete Zimbabwe 250 tausend Tonnen Getreide. 2011 hatten sie nur 10 tausend Tonnen. 4) Mugabe war dem Vorbild Josef Stalins gefolgt, der “die Kulacken als Klasse ausrotten” wollte, die produktiven Bauern der Ukraine enteignete und damit 6 Millionen Menschen verhungern liess.

 
Wir beten: “Unser täglich Brot gib uns heute.” (Matt. 6:11) Und Gott, der es uns gibt, weist dabei auf das geistige Brot, das unsere Seele erhält. “Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht.” (Matthäus 4,4) Er weist auch auf das Lebensbrot, auf Jesus Christus, unseren Heiland, der da sagt: “Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.” (Johannes 6,35) Brot und Leben gehören zusammen. Wer das eine verachtet, verliert das andere.


Seit Jahren gibt es auch in Südafrika eine Landreform. Zwischen 1994 und 2009 hat sie dazu geführt, dass auf 30% des anbaufähigen Landes nichts mehr produziert wird, denn neun von zehn Farmen, die an Schwarze übertragen wurden, sind gescheitert. Die Befriedigung eigener Bedürfnisse (subsistence farming) genügt nicht. “Gross angelegtes hoch-mechanisiertes kaufmännisches Farmen,” sagt Dr Pieter Mulder, der stellvertretende Landbauminister, “wird heute auf aller Welt betrieben. Man kann nicht die Uhr vier Jahrzehnte zurückdrehen.”

Sechste Phase des Genozids

Genocide Watch, eine internationale Organisation geleitet von Dr Gregory Stanton, hat die südafrikanischen Farm-Morde als Phase 6 auf einer Skala von 8 Phasen des Volksmords eingestuft. Also, die Situation ist ernst, und die Boere-Afrikaner fangen an zu handeln. Ein Buch mit dem Titel “Treurgrond,” das die Morde aufzeichnet, ist von Dr Dirk Hermann zusammengestellt und von der (weissen) Gewerkschaft Solidarity veröffentlicht. Da es keine verlässliche Polizeistatistik gibt, werden die Leser gebeten, andere bislang unbekannte Fälle hinzuzufügen.


Die Volksmord-Klage liegt jetzt also beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und bei der südafrikanischen Regierung. Auch ausländische Botschafter wurden informiert. Die UNO wurde unterrichtet. Selbst die Europäische Union hat ihre Sorge bezeugt. Das alles sind wichtige Dinge, aber die Presse schweigt.


Wie in Zimbabwe ist die “nationale demokratische Revolution” in Südafrika noch nicht beendet. “1994 erhielten wir unsere politische Freiheit,” sagen ANC Vertreter, “aber die wirtschaftliche Befreiung steht noch aus.” – Landbesitz, meinen sie, wird alle reich machen. Die ANC Jugendliga zum Beispiel fordert ununterbrochen die Verstaatlichung von Farmen und Bergwerken. Sie droht, Farmen mit Gewalt zu besetzen. Die 1955 verfasste Freiheitscharta des ANC stellt fest: “Das Land soll unter denen, die darauf arbeiten, verteilt werden. Alle sollen das Recht haben, Land zu besetzen, wo sie wollen” 5) Die Regierung hat bereits ein “grünes Papier” (Gesetzentwurf) vorbereitet, der die juristischen Wege aufzeichnet.


Also, Schritt für Schritt wird die alte Ordnung mit ihrem Respekt für Leben und Besitz untergraben. Der vom ANC so verhasste Kalvinismus wird mit dem Marxismus ersetzt. Aber mit Hilfe Gottes regt sich jetzt neuer Glaube und neue Hoffnung. - “Wo keine Weissagung ist, wird das Volk wild und wüst; wohl aber dem, der das Gesetz handhabt.” (Sprüche 29,18).

                                                                                                D. Scarborough.
Anmerkungen

1.     So nennen sich die Buren in der Klageschrift.

2.       Volksmordklage: “Etwa 1.800.000 Boer-Afrikaner sind noch in Südafrika, während die nicht-weisse Bevölkerung wohl 50 Millionen überschreitet.”

3.       Ökumenischer Rat der Kirchen, Lutherischer Weltbund, Reformierter Weltbund etc.

4.       Dr Pieter Mulder, Reply to President Zuma’s State of the Nation Address, 15.2.12. Die ANC Führer Cyril Ramaphosa und Tokyo Sexwale – so Dr Mulder – haben weite Landstriche kultivierten Bodens aufgekauft. Letzterer hat jüngst 30 Farmen von weissen Farmern in der Gegend von Vryburg erstanden.

5.       Die Afrikaner, 1.-7. Juni 2012. Groenskrif oor Grondhervorming. Blankes moenie grond verkoop nie.



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