UCA Mai 2010

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Kapstadt, den 15. Mai 2010                                                                                                      UCANEWS 3/2010

Wohl noch nie ist so intensiv für eine Fussballweltmeisterschaft gebetet worden wie für die südafrikanische im Juni/Juli 2010. Kaum war das Stadion von Green Point in Kapstadt mit seinen 68.000 Sitzen fertig gebaut, da kamen dort fast 50.000 Christen zum Gebet zusammen und riefen Gott um Schutz und Segen an. Kurz danach hielt die Zion Christian Church mit ihren bis zu 6 Millionen schwarzen Mitgliedern ihre Ostergottesdienste bei Morea in Limpopo ab. Und vom 16.-18. April lud der Kartoffel-farmer und Evangelist Angus Buchan 200.000-300.000 Männer zu Gebet und Besinnung auf seine Farm in Natal ein. Die vor-pfingstlichen Gebete und der vor 10 Jahren in Kapstadt gestiftete globale Gebetstag vereinte schliesslich Millionen Menschen in aller Welt.

Moralischer Erfolg

Gott hat diese Gebete auf wunderbare Weise erhört. Der moralische Einbruch, der für die Weltmeisterschaften geplant war, ist nicht eingetreten. Das Verbot der Prostitution wurde nicht wie geplant aufgehoben. Die Prostitution bleibt verboten, obwohl sie nicht mehr verfolgt wird. Auch ein angestrebter 24-stündiger DSTV-Porno-Kanal zur ‘Erbauung’ der Fussball-Touristen konnte sich nicht durchsetzen. Der Widerstand der christlichen Gemeinschaft war einfach zu stark.   Ein ‘nacktes’ Fernseh-Nachrichtenprogramm, das der Sender E-tv ausstrahlen wollte, blieb ebenso erfolglos. Selbst allzu deutliche Reklameschilder an den Strassenkreuzungen mussten abgenommen werden. Pastor Errol Naidoo vom Family Policy Institute und Taryn Hodgson von Africa Christian Action hatten die Kirchen bestens informiert, und viele Gläubige verteidigten energisch ihr christliches Erbe. Auch die Weltfrauengebetstags-Bewegung betet im Angesicht des Menschen-handels für Frauen und Kinder, und die Premierministerin des Westkaps, Helen Zille, will 30.000 illegale Alkohol-Ausschänke schliessen. Gesunde Jugendprogramme sollen stattdessen der Drogenabhängigkeit und Kriminalität entgegen wirken. Für all dieses danken wir Gott.

Die kommenden Weltmeisterschaften haben leider Menschen auf den Plan gebracht, die sich für Unzucht und Elend zum Schaden von Frauen und Kindern einsetzen. Es heisst doch, wir sollen an Körper und Seele rein sein. Paulus sagt: “Stellt euer Leben Gott zur Verfügung! Bringt euch Gott als lebendiges Opfer dar, ein Opfer völliger Hingabe, an dem er Freude hat.” (Römer 12,1) König Salomo nannte die Unzucht und Prostitution “einen Zugang zur Totenwelt und den kürzesten Weg ins Grab.” (Sprichwörter 7,27)

Hasslieder?

Nicht nur die Moral, auch der Friede Südafrikas ist in Gefahr, und wir müssen weiterhin viel beten. Nach 16 Jahren ‘Demokratie’ und im Vorfeld des grössten Sportereignisses, das es je in Südafrika gegeben hat, hat der Afrikanische Nationalkongress (ANC) begonnen, seine alten “Kampflieder” wieder anzustimmen. Letztes Jahr begeisterte der heutige Staatspräsident Jacob Zuma seine schwarzen Wähler mit dem Refrain “Bringt mir mein Maschinengewehr.” Dieses Jahr singt Julius Malema (29), Chef der ANC-Jugendliga und Zumas grösster Bewunderer, “Tötet einen Buren, tötet einen Farmer!” 3) Obwohl das Gericht es verboten hat, behauptet der ANC, es sei ein “kulturelles Lied” und könne keinen Schaden tun. Doch sind in den letzten 16 Jahren 3367 Farmer ermordet worden. Die abnehmende Zahl der weissen Farmer (von 65.000 auf 37.000) hat bereits zu Nahrungsunsicherheit geführt, denn die durch ‘Landreform’ begünstigten schwarzen Farmer sind zu 95% gescheitert.

In dieser Situation wurde am Ostersonnabend (am 3.4.2010) der bekannteste aller Afrikanerführer, Eugene Terre’Blanche (69), Chef der Afrikaner-Widerstandsbewegung (AWB), auf seiner Farm grausam ermordet. Er war das 3368. Opfer des anhaltenden Krieges gegen die Farmer. Seine Mitfarmer und Volksgenossen waren erschüttert und wütend. 12.000 bis 15.000 Trauernde strömten nach Ventersdorp um ihm die letzte Ehre zu erweisen – derweil Julius Malema “Tötet einen Buren, tötet einen Farmer!” im benachbarten Zimbabwe sang, wo er als Gast des Staatspräsidenten Robert Mugabe weilte, der mit seiner eigenen ‘Landreform’ nach 30 Jahren Regierung einen vollkommenen Wirtschaftszusammenbruch verursacht hat.

Farm Morde müssen aufhören!

Der schwarze Pastor Kenneth Meshoe, Führer der Afrikanischen Christlich-Demokratischen Partei (ACDP), reagierte scharf und forderte, dass die Polizei dringend “die Farm Morde stoppen solle, bevor noch Schlimmeres im Lande passiert.” Er bat alle Christen, “für Frieden im Lande zu beten, denn wir brauchen das Eingreifen Gottes mehr als je.” - “Wir appellieren an den ANC, sich dem Urteil der Hohen Gerichte von Pretoria und Süd-Gauteng zu fügen, die das Singen des Liedes für ungesetzlich und verfassungswidrig erklärt haben.” Eine Burenbewegung, das Gelübdevolk Koordinierungskomitee (GKK), fasste zusammen, was die meisten Südafrikaner denken. Es beklagt “den Volksmord, der schon viele Jahre wütet,” verweist die Menschen auf Gott und ruft sie dazu auf, mit erneutem Eifer “die Gelübde unseres Volkes zu halten. Als unsere Vorväter fest im Glauben an ihren Schöpfer verankert waren,” heisst es, “trug Er sie durch ihre dunkelsten Zeiten.   Wir sind nur von Ihm abhängig für unser Bestehen. Lasst uns Ihn als Volk anrufen in dieser dunklen Stunde, denn Er sagt, er wird uns helfen.” Dazu Psalm 50,14-15 - “Nicht Opfer will ich von dir, sondern Dank; Löse deine Versprechen ein, die du mir in Bedrängnis gegeben hast, mir dem Höchsten, deinem Gott. Bist du in Not, so rufe mich zu Hilfe! Ich werde dir helfen, und du wirst mich preisen.”

Die zweite Phase

Die bedrohlichen Ereignisse stehen im Gegensatz zu dem von der Regierung erhofften “Aufbau der Nation.”  Oder sind sie etwa ein Zeichen, dass jetzt etwas Neues kommt? Pastor Shaun Willcock vom ‘Bibelfundierten Kirchendienst’ (Bible Based Ministries), der sich eingehend mit der Beziehung zwischen Religion und Politik in Südafrika befasst, schrieb 2009 im Zusammenhang mit dem Präsidentschaftswechsel Mbeki-Zuma: “Der ANC setzt schonungslos die zweite Phase seiner zwei-Phasen Revolution in Südafrika durch. Die erste Phase war die, die ihn 1994 an die Macht brachte; und sowie das geschehen war, begann die zweite Phase, mit der er die Parteikontrolle über jeden Lebensbereich im Lande ausbreiten willDie Zeit ist gekommen, dass der ANC nach seiner Meinung mit grösserer Stosskraft vorgeht, um die marxistische Tagesordnung auf allen Gebieten noch revolutionärer voranzutreiben als bisher. Deshalb ist die Ablösung der Mbeki Zeit mit der Zuma Zeit nur mehr die nächste Phase eines sorgfältig vorbereiteten Planes. Es sind hier Mächte am Werk, die grösser sind als diese beiden Männer. Viel grösser!” 5)

Paulus hat uns gewarnt: “Wir kämpfen nicht gegen Menschen. Wir kämpfen gegen unsichtbare Mächte und Gewalten, gegen die bösen Geister, die diese finstere Welt beherrschen.” (Epheser 6,12) - Es ist seltsam, dass im Augenblick, da die Fussballweltmeisterschaften alle Südafrikaner in begeisterter Kameradschaft verbinden, ein Bild des Hasses geschaffen wird, das zum “Töten”, “Verstaatlichen” und “Streiken” aufruft. Die FIFA Spiele werden als eine Weltbühne benutzt, auf der man käufliche Unzucht, drohende Farm- und Bergwerkenteignung und soziales Chaos durch Streiks inszeniert. Ist es ein Wunder, dass wir in diesem ein Zeichen sehen, dass hier “ewige Wahrheiten, Religion und Moral” verachtet werden und die christliche Zivilisation in Gefahr ist? Treibt es nicht den guten Geist aus, mit dem die Südafrikaner ihre Fussballfreunde aus dem Ausland erwarten? Vladimir Lenin hat einmal gesagt: “Wir müssen hassen – Hass ist die Grundlage des Kommunismus.” Und ein bolschewistischer Kommissar erklärte: “Wir hassen die Christen und das Christentum. Selbst die besten müssen als unsere grössten Feinde angesehen werden. Christliche Liebe ist ein Hindernis in der Entwicklung der Revolution. Nieder mit der Nächstenliebe!” 6)

Christen müssen täglich mit dem Geist des Hasses ringen und versuchen, ihn mit Liebe zu überwinden. Wie wir oben gesehen haben, kann man mit Gottes Hilfe und Gebet tatkräftig Erfolg haben. Wir danken Gott, dass die legalisierte Prostitution und Pornografie, die für die Fussballweltmeisterschaften geplant war, sich nicht durchsetzen konnte, und dass selbst Präsident Zuma dazu aufgerufen hat, Kinder zur Zeit der Spiele besonders zu beschützen!

Wenn wir wissen wollen, was Gott alles tun kann, dann brauchen wir nur 150 Jahre zurückzuschauen auf die grosse südafrikanische Erweckung unter Andrew Murray. Es war zu Pfingsten, dass er nach Jonah 1,6 predigte: “Wie kannst du schlafen? Steh auf, rufe zu deinem Gott.” Da erfasste der Geist Gottes die Menschen. Er erneuerte ihre Herzen und brachte eine Fülle von Segen, der noch heute zu spüren ist. - Lasst uns denn auf unseren Herrn Jesus Christus bauen. Lasst uns aufstehen, unseren Gott anrufen und die Völker der Welt evangelisieren. (Matthäus 28, 18-20). Lasst uns das Böse bekämpfen, das Gute fördern und unseren Nächsten lieben. Dann wird Gott seinen Segen ausschütten, und “alle Völker sollen zur Einsicht kommen; von allen Enden der Erde sollen sie zum HERRN umkehren und sich vor ihm niederwerfen. Denn der HERR ist König, er herrscht über alle Völker.” (Psalm 22,28)

D. Scarborough.

Anmerkungen: 1. Pastor Errol Naidoo, Family Policy Institute, Tel 0027-21-462-7888; e-mail This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. und Taryn Hodgson, Tel. 0027-21-689-4480, e-mail This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. sind jederzeit bereit, Rat und Hilfe zu geben.     2. Helen Zille, Premierministerin des Westkaps, Presseerklärung ‘A Comprehensive Plan to beat Substance Abuse,’ 12.5.10.     3. Dieses Lied war ein Hauptschlachtgesang des ANC während der Revolution, wie z.B. auch enthalten in seinem Rundschreiben Nr. 213-6, adressiert an Mitarbeiter und Ordnungskräfte, Juni 1993, das mit den Worten endet “VIVA KILL A BOER KILL A FARMER.”         4. Shaun Willcock, Bible Based Ministries, South Africa Update, Jacob Zuma becomes South Africa’s President, May 2009.     5) W Cleon Skousen, The Naked Communist, Seite 350. Dieses Wort stammt von Anatole Lunarcharsky, einem ehemaligen sowjetischen Bildungskommissar


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